Ich bin Danielle und fotografiere nackte Männer. Mir geht es dabei weder um Erotik oder um kommerziell angepasste Ästhetik. Genau so wenig geht es mir um Perfektion oder das Einhalten von Regeln. Genau genommen weiß ich in den allermeisten Fällen nicht einmal, was ich tue, wieso ich es tue oder was das werden soll. Ich fotografiere aus einfach dem Bauch heraus und vielleicht unter einem feministischen Gesichtspunkt. Es stört mich, dass Frauen so und so zu sein haben und das Männer so und so zu sein haben. Dass einer sehr muskulösen Frau ihre Weiblichkeit abgesprochen wird, dass man ihr sagt, sie sehe aus wie ein Mann und das böse meint. Mich stört auch, dass Männer nicht weich sein dürfen, weil das weibisch sei. Ich habe nie verstanden, warum es schlimm sein soll, wie ein Mädchen zu werfen oder was “ein ganzer Kerl” sein soll. Insofern habe ich keine Angst vor der Dekonstruktion solcher Erwartungshaltungen. Nicht unbedingt und geplant, aber immer wieder aus Versehen und aus fester Überzeugung. Es fügt sich bei mir eher beiläufig zusammen und ich habe nicht das Ziel, Männer möglichst stark und männlich zu zeigen, sondern fotografiere sie so, wie ich sie in dem Moment des Zusammentreffens wahrnehme und am schönsten finde. Nicht anhand von gesellschaftlichen Bewertungsmaßstäben, sondern anhand meiner eigenen.
marc & me at the first time, by blue_doves_photographs
marc & me, by blue_doves_photographs
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